Arbeitsschutz, Krisenmanagement

Gefahrenevaluierung Home-Office und Telearbeit

Nutzen Sie die Mustervorlage aus der HSEQ-Softwarelösung Quentic

6 Minuten21.02.2022

Seit der Corona-Pandemie hat sich die Anzahl der Mitarbeitenden, die im Home-Office arbeiten vervierfacht. Führungskräfte oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit haben damit das direkte Arbeitsumfeld aus dem Blick verloren. Was bedeutet das für den betrieblichen Arbeitsschutz? Wie können Verantwortliche mögliche Risiken der Arbeit im Home-Office (mobiles Arbeiten) in einer Gefahrenevaluierung sinnvoll einschätzen und entsprechende Maßnahmen nach dem Technik-Organisation-Person-Prinzip umsetzen? Nicht jeder hat bei dieser Herausforderung die Möglichkeit, die sieben Schritte einer Gefahrenevaluierung in einer HSEQ-Softwarelösung mithilfe von vorgegebenen Beispielen für Kategorien, Gefährdungen und Maßnahmen durchzuführen.

Stehen auch Sie vor einer umfassenden Risikobewertung der Arbeit im Home-Office oder sind Sie gespannt, wie eine Gefahrenevaluierung aussieht, die mithilfe einer HSEQ-Software erstellt wurde? Dann werfen Sie jetzt einen Blick auf die in Quentic erstellte Gefahrenevaluierung Telearbeit!

 

Gut zu wissen

Die Mustervorlage ist speziell für Telearbeit erstellt. Telearbeitsplätze werden nach § 2 Abs. 7 der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) als „vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten“ definiert und basieren auf einer vertraglichen Grundlage. Die Vorlage kann durch Kürzungen und Ergänzungen auch für Ihre Gefahrenevaluierung für die Arbeit im Home-Office und mobiles Arbeiten angepasst werden. Mehr Informationen zum Unterschied der beiden Arbeitsformen, ihren rechtlichen Grundlagen und Verpflichtungen des Arbeitgebers finden Sie in unserer Infografik Arbeitsschutz bei Telearbeit und im Home-Office.

Gefahrenevaluierungen im Baukastensystem

Alle Quentic Muster-Gefahrenevaluierungen sind im Baukastensystem aufgebaut. Sie umfassen insbesondere typische Gefährdungen und dazu passende Schutzmaßnahmen je nach Art der Gefahrenevaluierung, d. h. sie enthalten Gefährdungen für einen bestimmten Arbeitsbereich, ein spezifisches Arbeitsmittel/ eine spezifische Anlage oder für ein Berufsbild. Die 7 Schritte einer Gefahrenevaluierung sind in Quentic so integriert, dass alle Verantwortlichen sie intuitiv vollziehen können. Sie folgen dafür der Software-Oberfläche und identifizieren bestehende Gefährdungen, führen eine Risikobewertung durch und bestimmen die notwendigen Schutzmaßnahmen. Per Mausklick wird die Gefahrenevaluierung zum Abschluss in ein standardisiertes Druckformat überführt.

So geht digitaler Arbeitsschutz

Wollen Sie mehr darüber erfahren, wie Gefahrenevaluierungen in einer Softwarelösung erstellt werden? In unserem Webinar erfahren Sie darüber hinaus, wie Sie im Handumdrehen Betriebsanweisungen erstellen, Unterweisungen planen und die gesamte Belegschaft digital in den Arbeitsschutz einbinden.

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Beispielhafter Aufbau einer Gefahrenevaluierung für Home-Office oder Telearbeit

Orientieren Sie sich bei der Erstellung Ihrer Gefahrenevaluierung an folgenden Kategorien und möglichen Gefährdungen:

Grundlegende organisatorische Faktoren
 

  • Arbeitsplatzbezogene Unterweisung
    • Fehlende anlassbezogene Unterweisungen
    • Fehlende Informationen zu Tätigkeit und Arbeitsumfeld
    • Fehlende oder falsche Durchführung der Unterweisung
       
  • Arbeitsplatzbezogene Betriebsanweisung
    • Fehlerhafte Erstellung der Betriebsanweisung
    • Fehlerhafte Inhalte der Betriebsanweisung
       
  • Alarm- und Rettungsmaßnahmen
    • Gefährdung durch falsche Auswahl von Rauchwarnmeldern
    • Gefährdung durch fehlende Rauchwarnmelder
  • Hygiene
    • Mangelnde Sauberkeit der Arbeitsstätte
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  • Arbeitsschutzorganisation, Managementsysteme
    • Fehlende Betreuung durch den Betriebsarzt
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  • Allgemeine Kommunikation
    • Keine anlassbezogene Kommunikation z. B. in Bezug auf die Arbeitsaufgabe, bei Veränderungen, Mängeln, Unfällen, Ereignissen, Beinaheunfällen
       
  • Prüfpflichten von Arbeitsmitteln
    • Keine Prüfungen von prüfpflichtigen Arbeitsmitteln

Online-Unterweisung Home-Office

Auf die Gefahrenevaluierung folgt zunächst die Betriebsanweisung, dann die Unterweisung. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeitenden beim gesunden Arbeiten in den eigenen vier Wänden. Unsere Vorlage dient Ihnen zur Orientierung und enthält die wichtigsten Punkte der Unterweisung.

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Gefährdung durch ergonomische Faktoren
 

  • Einseitig belastende körperliche Arbeit
    • Gefährdungen bei sich ständig wiederholenden Arbeitsgängen; Wiederkehrende Bewegungen kleiner Muskeln der Finger, Hände, Arme mit relativ hoher Bewegungsfrequenz; Zwangshaltungen (Hocken, Knien, Stehen, Sitzen, Liegen, verdreht, gebeugt, überstreckt (Überkopf)); Beengte Raumverhältnisse; Halten; Drücken
       
  • Beleuchtung
    • Direktblendung und Reflexion
    • Falsche Beleuchtungsstärke
    • Falsche Leuchtdichteverteilung im Gesichtsfeld (Kontraste)
    • Falsche Lichtrichtung und Schattigkeit
    • Gefährdung durch Farbgestaltung
    • Gefährdung durch Lichtfarbe und Farbwiedergabe
    • Keine zeitliche Gleichmäßigkeit
    • Keine örtliche Gleichmäßigkeit
       
  • Steharbeitsplätze
    • Belastung durch Arbeitshöhe
    • Belastung durch Greifraum (Raum, der mit ausgestrecktem Arm umfahren werden kann)
    • Belastung durch Kopfhaltung
    • Belastung von Wirbelsäule und Beinen
       

Mechanische Gefährdung
 

  • Unkontrolliert bewegte Teile
    • Kippende Teile
       

Elektrische Gefährdung
 

  • Grundsätze elektrische Gefährdung
    • Generelle elektrische Gefährdungen
       
  • Gefährliche Körperströme
    • Berühren unter Spannung stehender Teile; leitfähiger Teile, die im Fehlerfall unter Spannung stehen
       

Gefährdung durch spezielle physikalische Einwirkungen
 

  • Lärm
    • Gehörschädigende, psychische, vegetative Lärmwirkung
       
  • Elektromagnetische Felder
    • Belastung durch elektromagnetische Strahlung
       
  • Heiße und kalte Medien; Kältearbeit – Hitzearbeit
    • Gefährdung bei Hitzearbeit
       

Psychische Belastungsfaktoren
 

  • Soziale Beziehungen
    • Belastung durch fehlende soziale Beziehungen
       
  • Arbeitsumgebung
    • Belastung durch Arbeitsmittel: fehlendes oder ungeeignetes Werkzeug bzw. Arbeitsmittel, ungünstige Bedienung oder Einrichtung von Maschinen, unzureichende Softwaregestaltung
    • Belastung durch Arbeitsplatz- und Informationsgestaltung: ungünstige Arbeitsräume, räumliche Enge, unzureichende Gestaltung von Signalen und Hinweisen
    • Belastung durch physikalische Faktoren in der Arbeitsumgebung: Lärm, Beleuchtung, Klima
    • Belastung durch physische Faktoren in der Arbeitsumgebung: ungünstige ergonomische Gestaltung , schwere körperliche Arbeit


Sonstige Gefährdungs- und Belastungsfaktoren
 

  • Menschen
    • Gefährdung durch Sabotage (z. B. vorsätzliche Störung elektronischer Einrichtungen via Internet)

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